Mittwoch, August 18, 2010

Besser spät als nie – Ägypten 2010 Part I

Wie man dem ersten Post dazu sicherlich ansieht, war ich wohl in letzter Zeit etwas schreibfaul, da ich jetzt jedoch die Zeit habe und auch Lust verspüre gibt es nun mit ganz leichter Verzögerung doch noch etwas Text - im altbekannten Diarystyle - zum diesjährigen Urlaub.

Wie fast jeder erzählende Post beginnen wir mit dem altbekannten „Los ging es“. Haha, nein Kommando zurück. Bevor wir tatsächlich in Richtung Ägypten gestartet sind, waren wir noch aufgrund 4 schöner Jahre (Daaaaaanke Baby, bist die Beste) Essen.

Restaurant of choice: Steakhouse El-Toro. Kann man empfehlen und vor allem gibt es dort Bison zu Essen. Falls jemand auf (Rinder-)Steaks steht und mal was richtig Gutes probieren möchte, dem sei dies an Herz gelegt. Superfleisch (und schmeckt auch gar nicht nach Leber)!

Nach guter bis zu großer Sättigung auf den langen (und in diesem Zustand beschwerlichen) Weg nach Hause – also 2 Strassen weiter ;-) – gemacht, das Gepäck geholt und gegen 19:00Uhr den Weg zum Bahnhof angetreten.

Nach ungefähr 4-5 Stunden Deutsche Bahnluxus (interpretier es wie du willst) dann irgendwann am späten Abend in München angekommen. Raus aus dem Zug und die S-Bahn zum Flughafen gesucht. Relativ problemlos gefunden, gewartet und gestaunt, dass dort am Bahnhof um die Uhrzeit noch soviel los ist (ich komm’ eben doch vom Dorf, haha). Was ich unbedingt noch zu den paar Metern München, die wir hatten, los werden muss ist, dass mir die Menschen dort auf Anhieb einfach nur von Grund auf unsympatisch sind. Ungefähr jeder, den ich (nach meiner persönlichen Einschätzung) als Einheimischen identifizieren konnte kam einfach nur arrogant, überheblich und irgendwie Fake rüber. Und das nach nur ein paar Minuten. Sicher kann man nicht alle über einen Kamm scheren und ich kenne auch niemanden aus München persönlich, aber die spürbare Arroganz wirkte schon abschreckend auf mich. München, momentan sicher nicht mein bevorzugter Place to be - nach dem Ersteindruck. Genau den sollte ich dann einige Minuten später am Flughafen auch bestätigt bekommen. Nachdem wir, die sich ewig ziehende und einen währenddessen immer mehr der Müdigkeit verfallen lassenden, S-Bahn-Fahrt hinter uns gebracht hatten, sind wir dann wohl so gegen 0:30 - schätze ich jetzt mal - am Flughafen in Freising angekommen. Geil, noch ungefähr 6-7 Stunden Zeit bis der Flug geht. Also was machen? Erstmal das Gate gesucht, schnell fündig geworden. So nun was zu Essen besorgen, das gute Stück Bison ist wohl schon verwertet. Und was findet man so Nachts am Flughafen zu essen? Richtig, McDonalds. Um zur Filiale zu gelangen, musste durch eine Art Innenhof zwischen den Terminals (oder zumindest einem Terminal und irgendeinem anderen Gebäude). Kaum raus aus dem Terminal, erstmal über die Discoatmosphäre gewundert, die einem aus dem Konferenzzentrum (oder was auch immer das war) entgegenwummerte. Das ganze mal einfach als „Abgefahren: Disse am Flughafen“ abgetan und nicht weiter beachtet. Dann zu McDonalds und erstmal schockiert, wie voll es dort um diese Uhrzeit war. Alles gefüllt mit Asiaten. Riesengruppe! Dementsprechend lange durfte man auch anstehen. Btw: Echt unglaublich, was die Jungs und Mädels für Unmengen an Essen bestellen. Jeder mindestens 2-3 große Burger dazu Nuggests oder Wings, Pommes, … . Krasse Menge. Naja, wie auch immer jedenfalls dort angestanden und gewartet. Hinter mir stellt sich ein Typ im Anzug – vielleicht maximal 20 - mit (s)einer Freundin im Abendkleid an. Nach kurzer Zeit kommen weitere anzugtragende Typen in seiner Altersklasse dazu. Anscheinend alle aus der „Flughafendisse“. OK, Abiball also vermutlich. Und da fand ich auch meine Einschätzung über München wieder: Arrogant und abgehoben. Beginnen sich die kleinen Pisser doch tatsächlich über die Asiaten lustig zu machen / aufzuregen, weil diese ihrer Meinung nach nicht schnell genug Essen bestellen können und sich mit Hand und Fuß verständigen müssen. Hurensöhne! Eigentlich hätten sie an Ort und Stelle auf die Fresse verdient! Will die Vögel mal sehen, wie sie sich einem random asiatischen Land Essen besorgen. Boah, könnte ich mich immer noch drüber aufregen, über solche verfickte Arroganz.

OK, genug Gehate. Also nach einem schmackhaften, nächtlichen Burgersnack zurück zum Gate gelaufen und dort auf eher nicht so bequemen Sitzen versucht doch noch eine Runde Schlaf zu bekommen. Bei Steffi hat es geklappt bei mir eher so semi. Auf ungefähr eine Stunde in Summe dürfte ich es wohl auch gebracht haben. Sehr cool übrigens, dass die Flüge in Richtung Urlaubsort immer so gehen, dass man vorher die Nacht am Flughafen verbringen darf. Da schlägt die Urlaubsentspannung sofort durch, haha.

Mit - wie gesagt - fast keinem Schlaf also zum Check-In angestellt und dort dann auf die nächsten „Sympatieträger“ getroffen. Überstylte „Sich-selbst-feier-Typen“ und ne Tussi die ihren Mund nicht mal für 20 Sekunden zu bekommt sind nicht das Beste nach ner Nacht ohne Schlaf. Haha, irgendwie bin ich anscheinend in Lästerlaune heute.

OK, nach ewigen Rumstehen dann das Einchecken ohne Probleme überstanden und ganz nebenbei die freudige Nachricht erhalten, dass wir mit ungefähr 1 ½ Stunden Verspätung starten werden. Juhu, noch mal ein paar Stunden am Flughafen abchillen, besser geht es nicht.

Nach einer gefühlten Ewigkeit, ungefähr 5 Toilettengängen war es um so gegen 8:00 Uhr dann endlich soweit und unser Flieger bewegt sich Richtung Wärme. Im Flugzeug endlich sogar Schlaf abbekommen, um dann für das beste Frühstück der Welt geweckt zu werden. Köstliche halb warme ungewürzte Kartoffelstücke, an noch ungewürzteren Dosepilzen mit Tomate. Ein Genuss! Dazu Milchbrötchen, im optisch ansprechendem grau servierte Wurst (das Auge isst ja schließlich mit) und eine Marmelade (wahrscheinlich direkt aus dem Chemielabor) mit ungefähr 0,01% Fruchtanteil, 95% Zucker, und 4,99 % Konservierungsstoffen. Traumhaft! Haha, Coral Blue Airlines setzt da in Sachen Flugzeugverpflegung echt neue Maßstäbe.. Aber eigentlich war mir das egal, habe nichts erwartet und das auch bekommen. Vor allem aber war ich eins: Müde.

Viereinhalb Stunden Flug, diverse Kurzschläfe und einen kurzen Panikanflug, dass Steffis gerade überstandene Nierenbeckenetnzündung zurückkommt später dann das Abenteuer Landeanflug auf Hurghada. Neben diversen kleineren Luftlöchern gab es noch dazu das Erlebnis Blindflug. Durch die beschlagenen Fenster konnte man ungefähr gar nichts sehen, außer Staub bzw. Sand. Ungefähr so stelle ich mir Sichtverhältnisse in einem Sandsturm vor. Keine Ahnung, wie er die Maschine zum Landen gebracht hat oder ob es die Technik für ihn erledigt hat, jedenfalls hat uns unser Pilot sicher zu Boden gebracht und sich dort den üblichen Applaus abgeholt. Ich frage mich jedes Mal wieder, was dieser Scheiss soll. Das ist verdammt noch mal sein Job, das er uns sicher von A nach B bringt. Ich war zwar bei noch keiner OP dabei, aber bei einem Arzt klatsch vermutlich auch keiner, wenn er nen Blinddarm entfernt hat. Mich wird auf jeden Fall nie einer Klatschen hören, wenn ein Flugzeug mit mir drin nach einem unproblematischen Flug landet. Finde ich maximal albern!

Raus aus dem Flieger, rein in das Gebäude. Toilettengang inklusive Trinkgeldabzocke, Visum kaufen, ausfüllen von undurchsichtigen Formularen zur Einreise, Pass-/Ausweiskontrolle und schon waren wir wieder raus aus dem (klimatisierten) Flughafengebäude. Hitze! Erwartungsgemäß war es etwas wärmer als in Deutschland (zu der Zeit ja anscheinend nur unwesentlich). Ungefähr 40°C. Krasser Schock, allerdings war es durch den permanenten (relativ starken) Wind einigermaßen doch ertragbar.

Wie bei einer Pauschalreise üblich, direkt vom Reiseveranstalter am Flughafen in Empfang genommen und in die Transferbusse zu den Hotels verfrachtet wurden. Nachdem das Gepäck fachmännisch aufs Dach!! geschnallt wurde ging es mit einigen Russlanddeutschen – sagt man glaube ich PC – und ein paar Urbayern (auch wenn man es nur einem deutlich angemerkt hat) mit an Bord ab in Richtung Hotel, wo wir dann auch ungefähr 30min später ankommen sollten. Erster Eindruck von Ägypten während der Fahrt: dreckig! Überall Müll, da es ja keine geregelte Müllabfuhr zu geben scheint, wird der ganze Kram halt einfach in die Wüste rechts und links neben der Strasse geworfen. Hart! Nach den ersten passierten Müllbergen dann Hotels über Hotels. Von absolut luxuriös bis alt und abgebumst alles dabei, wobei die Mehrzahl von Außen doch schon ordentlich bis gehoben aussah. Zwischendurch ein paar Clubs/Disotheken, eine Mall und diverse Souvenirläden, eben alles was der Tourist so braucht. Touristischer geht es nicht, aber so war es ja zu erwarten und mir eigentlich auch bums. Juckt mich nicht, wenn ich am Strand oder Pool inner Sonne chille, ob ich in Sichtweite noch mehr Hotels habe oder nicht. Btw. wo sich keine touristischen Anlagen befanden, lag natürlich wieder Müll. Wie doch je kleine freie Ecke dafür genutzt wird. Da wird auf Umweltverschmutzung geschissen. Außerhalb der Hotels ist Ägypten eben doch das arme dritte Weltland, aber dazu später mehr noch etwas.

Ganz und gar nicht dritte Welt war unser Hotel. Als wir die Lobby zum ersten Mal betraten dachte ich einfach nur WOW! Sah irgendwie aus wie in einem orientalischen Palast. Dieser positive Eindruck sollte sich auch mehr als bestätigen. Zimmer und Bad top, nur kleinere Flecken auf der Bettwäsche, aber da bin ich wohl auch etwas kleinlich. Anschließend endlich geduscht und der erste Rundgang. Hautpgebäude mit Lobby und Cafés, gut. Poolanlage, riesig! Strand inklusive Steg ins Meer, super. Garten, schön und mit dem dichtesten Gras ausgestattet, über das ich jemals gelaufen bin. Sechs verschiedene Themenrestaurants (mediterran, italienisch, orientalisch, asiatisch, mexikanisch und deutsch) und das ganze AI, irgendwie gar nicht so richtig fassbar. Falls jemand vor hat Ägypten-Urlaub zu machen Hotel Albatros Palace kann man wirklich empfehlen.

Nach einem Stück Kuchen gegen den Hunger zunächst mal weiter das Hotel besichtigt. Bei so einem riesigen Komplex gab es noch viel zu entdecken. Sogar Läden gab es im Hotel, abgefahren. Und dort dann auch zum ersten Mal auf die ägyptische Verkäufermentalität geprallt. Wie penetrant die doch versuchen allen möglichen und unmöglichen Ramsch zu Höchstpreisen loszuwerden.

Und dann war es auch schon Zeit für das erste Essen. Erster Versuch: Asiatisches Restaurant. Wirklich lecker. Also gegessen, bis zum Umfallen. Und mit gegessen meine ich auch wirklich gegessen. Wie krass ich es doch finde, wenn sich Manche immer die Teller bis zum geht nicht mehr vollladen und dann alles nicht essen weil es ihnen nicht schmeckt und der ganze Kram dann in die Tonne wandert. Komm’ ich nicht drauf klar. Auch wenn es (vermeintlich) nichts kostet, man muss es doch nicht von Anfang an übertreiben. Ich hab ja nichts dagegen, wenn es schmeckt, viel zu essen. Da bin ich sicher auch ganz vorne mit dabei ;-) . Auch wenn es nicht schmeckt und man es stehen lässt, kein Problem. Aber muss man zum Probieren gleich den ganzen Teller mit einer (oder eher allen) Speise(n) vollpacken, nur weil es (vom Reisepreis abgesehen) nichts kostet? Kotzt mich an diese Drecksmentalität!

So wieder zurück zum ersten Urlaubstag. Nach dem Essen gab es dann das Begrüßungsgespräch vom Reiseveranstalter, wo wir dann auch direkt den vorgenommenen Kairo-/Pyramidenausflug gebucht haben. Übrigens, Geldholen ist an ägyptischen Automaten gar nicht mal so leicht. Eventuell könnte das aber auch daran liegen, dass sich im Kreditkarten-PIN in meinem Gedächtnis ein Zahlendreher eingeschlichen hatte haha. Ebenfall kurios und in unserem Fall sogar vorteilhaft: Auch nach vermehrter Falscheingabe der Zahl wurde das Konto nicht gesperrt. Sicherheit, olé. Aber wie gesagt, gut für uns, da wir doch noch ans Geld kamen.

Nach weiterem Hotelanlagenrundgang und kurzem reinschauen in das allabendlich Animationsprogramm (an diesem Tag eine Kobrashow, wie ich Schlangen doch mal gar nicht abkann) ging es nach einem mindestens 36 Stunden langen Tag, wenn auch mit kurzen Schlafunterbrechungen, ab ins Bett zum wohlverdienten Schlaf.

Ab dem nächsten Tag folgte eigentlich (fast) jeder Tag dem selben Muster. Maximales Abhängen. Aufstehen und Duschen. Dann Liegen reservieren. Ich weiß, das macht man nicht und ich finde es eigentlich auch zum Kotzen, aber ohne war es einfach ein Ding der Unmöglichkeit eine Liege abzubekommen. Nachdem wir am ersten Tag (um ca. 9:30) nur nach laaaanngemm Suchen 2 Liegen ohne Handtücher darauf ergattern konnten, am zweiten Tag dann kurzfristig beschlossen auch dämlicher Urlauber zu werden und via Handtuch zu reservieren. Also bin ich immer schön vor dem Frühstück los auf Liegensuche. Ich weiß ja nicht, wann manche so aufstehen aber gegen Acht, viertel Neun war es schon ein relativ schwieriges Unterfangen gute Plätze zu bekommen. Hart, ist dann natürlich auch zu sehen, wie dann erst um die Mittagszeit jemand seine reservierten Plätze nutzt. Wir haben immerhin in der Zeit nach der Reservierung nur kurz gefrühstückt (Und außerdem hab’ ich zur Gewissensberuhigung direkt nach dem Handtuchablegen für ein paar Minuten die Liege(n) genutzt und schon vor dem Frühstück in der Sonne gechillt. Was ich doch für ein fairer Typ bin, haha).

Also Punkt eins im Tagesablauf nach Aufstehen und Duschen: Liegen reservieren. Danach stand dann Frühstücken an. Die (längerfristig gesehen) wahrscheinlich beste Mahlzeit am Tag. Riesige Auswahl: Eier (Rührei und gekocht) mehrere Sorten Würstchen, Ofenkartoffel, Crepes mit verschiedenen Soßen, Kuchen, frisches Obst (wobei wir aus Angst vor mit Leitungswasser Gewaschenen eigentlich nur Melone gegessen haben), natürlich auch Brot, Wurst und Marmelade, Cornflakes, Jogurt (von pur bis zu diversen Geschmacksrichtungen alles dabei) Kaffee, Säfte, Tee, und und und. Top. Und als besonderes Highlight die Omlettstation. Dort gab es frisch für Einen zu bereitet gebratenes Ei in allen Variationen: Spiegelei (gewendet, oder auch nicht), und eine Art Rührei mit diversen Zutaten nach Wunsch: Kräuter, Käse, Wurst, Zwiebeln, Pilze, Tomate, … . Hammer, jeden Morgen genau meins! Was ich allerdings auch sagen muss ist, das qualitativ (quantitativ vielleicht schon, nur eben auf andere Art und Weise) das Frühstück in meinem Hotel in Coburg doch deutlich besser ist. Aber das ist meckern auf hohem Niveau, Frühstück war gut, fertig.

Weiter im Tagesablauf. Nach dem Frühstück ging es erst an die Poolbar Wasser organisieren und dann ab auf die (hart erkämpften ;-)) Liegen. Bis zum Mittag wurde dann eigentlich die ganze Zeit gechillt (Das härteste war wohl wirklich zur Poolbar zu laufen um Bier zu holen oder die Sonnenliegen immer wieder auszurichten). Ab und zu dann mal in den Pool oder ins Meer zum Abkühlen, aber sonst nur entspannen. Hat irgendwie richtig gut getan. Nervig nur die ganzen Wellness-, Tour-, Fake-Tattoo- und Was-weiß-ich-nicht-noch-alles-Verkäufer, die ungefähr jede halbe Stunde vorbeikommen und versuchen ihr Zeug an Mann oder Frau zu bringen. Die Verkäufermentalität ist ja, wie bereits gesagt in Ägypten ganz groß. Mit Geld geht dort scheinbar alles. Nervt, aber lässt sich auch aushalten.

Und dann noch der Skandal, hahaha: Wo ich doch wirklich was in Anspruch nehmen wollte, kneift der Typ doch. OK, vielleicht kam er sich auch einfach nur (auch zu Recht) verarscht vor, als ich mir Cornrows flechten lassen wollte, aber wer so penetrant ist muss auch nen Scherz auf seine Kosten abkönnen. Wobei ich dazu auch noch sagen muss, dass es ab dem zweiten Tag nicht mehr ganz so krass mit Angeboten gehagelt hat. Ob es jetzt an den Liegen an einem Punkt mit nicht ganz so starken Durchgangsverkehr lag, oder, dass sie schon wussten, dass wir nicht nehmen würden kann ich nicht sagen.

Nach reichlich (aber nicht zu viel) Sonne und ein wenig Bier war es auch schon wieder Zeit für Mittagessen. Zum Mittag waren meist nur einige der verschiedenen Restaurants (mit teilweise auch gleicher Auswahl) geöffnet. Dazu kam meist noch ein Grill auf der Hauptterrasse. Beschweren über die Auswahl darf man sich eigentlich nicht, es gab immer frische zubereitete Gericht aus dem Steinofen (Pizza o.Ä.), frische Nudeln und diverse Sachen (warm und kalt) in Buffetform. Dazu noch Sachen vom Grill. Gut.

Jedoch schmeckt nach gewisser Zeit eigentlich alles gleich. Selbst im mexikanischen Themenrestaurant schmeckt die Tacofüllung ähnlich dem Mediteranen Geschnetzelten. Gefühlt alles eine Würzung. Abstriche musste man auch der Fleischzubereitung machen, da manches so totgebraten war, dass sich schon am Nachbartisch darüber amüsiert wurde, wie ich ungefähr 1 Minute versucht habe mir etwas von meinem Stück gegrillten Rind abzuschneiden. Qualitativ waren die Themenküchen mit ihren Vorbildern einfach nicht zu vergleichen. Aber um es mal nicht so negativ zu malen, man hat immer etwas gefunden, was einem schmeckt und ist davon auch locker satt geworden. Sieht man von den aufgelisteten Punkten mal ab, war das Essen im Großen und Ganzen eigentlich schon ganz gut. Positiv herausstellen muss ich auch ganz klar das asiatische Restaurant, wo es wirklich asiatisch (und nicht „ägyptisch-asiatisch) und auch sehr lecker geschmeckt hat sowie das Tajine-Restaurant, wo es orientalische Küche gab. Auch wenn es sicher die „vereuropäisierte“ Version der orientalischer Gerichte waren, da hat man schon geschmeckt, dass es eine Art einheimische Küche ist und der Zubereitende weiß, welches Gewürz, in welcher Menge wohin gehört. Top!

Nach einem ausgedehnten Mittagessen ging es wieder zurück auf die Liegen und dort wurde der Nachmittag dann genau wie der Vormittag verbracht. Mit Entspannung! Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass ich auf Poolbars stehe, wo man im Wasser dran sitzen und trinken kann? Wenn nicht, hiermit getan. Tighte Sache, schön im angenehm temperierten Pool sitzen und dazu nen Bier (oder für unseren verwöhnten deutschen Biergeschmack, so was ähnliches) trinken. Prost!

Hier erstmal der Break, Ist ja auch ne ganze Menge Text geworden. Teil 2 (inklusive Restnachmittag, Abendprogramm, Kairoausflug und Rückflug) folgt (wahrscheinlich) nächste Woche.

Hat das eigentlich jemand bis zum Ende (und auch alles) gelesen? Dem oder der (man voll PC-Brille heute bei mir) geb’ ich ein Bier aus! Aber nur wenn er mir zum Beweis sagen kann, was das mein Frühstückshighlight war, haha! Danke, out.

Montag, August 16, 2010

Die Japaner


Doggy Hood$ @ FWH = eine der abgefahrensten, stumpfesten Shows die ich je gesehen habe. Total crazy!

Wie ich mal gar nicht drauf klar komme

..., das Vieh aber trotzdem feier':






Wie er einfach nur plötzlich auftaucht und dann stumpf alles kaputt macht, haha. Ich find die großartig.

Freitag, August 13, 2010

Trauer!

Subject BF'29...

"Yo Leute.
Wir spielen noch drei Shows.
Kommt gerne dahin:
26.8.10 Wuppertal @ Pavillon Club mit Madball und Punishable Act
27.8.10 Schleiz @ Woody's mit No Turning Back, All for Nothing und mehr
28.8.10 Greifswald @ Baltic Sea Fest mit hunderten von Bands

Bitte sonst keine Showanfragen senden. Wir spielen erst einmal gar nichts mehr, es sei denn, wir organisieren eine letzte Show selber!"

Donnerstag, August 12, 2010

Zeltaufbau Advanced Version

Ungefähr so stell ich mir Zeltaufbauen vor, wenn ihr beim Force wart... Wahre Profis!

A Weekend Filled With Hate, The Long Version Part II

...with a little delay. Auf geht es:

Und losging der Tag für mich Samstag so gegen 8. Nach ungefähr 5-6 Stunden Schlaf aufgewacht. Die Feststellung, dass so ungefähr jede Stelle schmerzt, lässt für den Moment meine Vernunft siegen und ich beschließe heute einen Gang zurückzuschalten. Wie gesagt, körperlich nicht die besten Vorraussetzungen für einen noch größeren Marathon an guten Bands, als am Tag zuvor.
Holzi war noch nicht wach, also nett wie ich bin einige Zeit im Internet vergammelt und ein kleines Waffel-, Carazza-Frühstück gehabt bevor ich mir die notwendige Dusche gegönnt habe. Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, dass Bad war der Hit: Badewanne mit Sitz für die Abteilung 80+, einen Spiegel, in dem man permanent seine Rückseite betrachtete, da gegenüber ein noch Größer an der Wand war (Wie hatte Holzi doch so schön festgestellt, optimal zum Rücken enthaaren ;-)), Wasser welches via Gasbrenner mit offenen Feuer nur zwischen verbrühen und erfrieren temperiert werden konnte und als besonderes Gadget dann noch eine Bürste zum Rückenschrubben, die schon wahrscheinlich schon mehrere Quadratmeter Haut vor deiner bearbeitet hat - MhhmYummi.
Nach der angenehm wechselwarmen bzw. heißkalten Dusche war plötzlich ein klein wenig neue Energie in mir geweckt, also fix zweites Frühstück mit ner Kakao-Klarenmischung und ... (Guess, what) eingelegt und ab gings. Was ein Start in den Tag.
Danach aufgebrochen und auf dem Weg zurück in die Halle einen Geldautomaten gesucht. Also runter vom Weg und durch eine Art Fußgängerzone von Essen-Rüdenscheid geschlendert. Holzi musste sich natürlich auch noch spontan dazu entscheiden sein Handy zu tauschen, somit einige Zeit in dem Shop rumgehangen. Das Gewarte dort ging mir irgendwie vollkommen aufn Sack, da ich auch in leichter Sorge war die erste Band zu verpassen. OK, ich lag mal wieder falsch. Wieder zu früh angekommen. Blieb noch genug Zeit um die Biervorräte aufzufüllen und gefühlte100 Katzenbiffis für Holzi’s Tier zu kaufen. Auf dem Weg zurück zum JZE dann die Typen getroffen, die Holzi vom letzten Jahr kannte. Hatte die gar nicht so stressig in Erinnerung. Viel der kommenden Zeit haben die Jungs mit uns abgehangen, für mich war es irgendwie manchmal zuviel. Als irgendwann bei denen ein anständiger Pegel erreicht war, kam ja fast nur noch Dünnes und immer wieder das Gleiche in Endlosschleife. Boah, Hass. In meinem gestressten, getrashten und einfach nur fertigen Zustand gingen mir die permanenten, dämlichen Sprüche irgendwann einfach nur noch auf den Sack. Noch ein-, zweimal mehr „Ey, L to the UTZ, hehehe“ gedrückt bekommen und ich weiß nicht was passiert wäre. Die (hasserfüllte) Musik + Alkohol + Sackgang is’ nich’ so die gute Kombination um keine Aggressionen aufkommen zu lassen. Ging mir auf jeden Fall tierisch auf die Eier. Vielleicht ändere ich meine Meinung, wenn ich die Typen mal im nüchternen (also, sie nicht ich) und nicht so angepissten, fertigen (also diesmal, ich und nicht sie) Zustand treffe, aber so ging es mir auf Dauer echt auf den Sack.
Aber egal, zurück zum Festival. Erste Band: Blood By Dayz. Nur ein paar Lieder gesehen, kickt mich live nicht. Auf CD genieß ich die Jungs zum chillen echt mal, besonders die Rapparts. Aber live irgendwie nicht meine Baustelle. Bringt mich nicht auf die Idee mich bewegen zu wollen. Aber damit schein ich an diesem Tag wohl fast alleine gewesen zu sein. Für die erste Band war der Raum gut gefüllt und die Moshkids haben es gefeiert.
Wenn ich mich recht erinnere ging es weiter mit New Morality. Eigentlich, war ich nur heiß drauf, dass sie das „No Warning“-Cover spielen, was ich schon mal von denen gesehen habe. Und wie auch sonst, den Gefallen haben sie mir nicht getan. So ist deren Set eben so dahin geplätschert. Zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus.
Danach hab’ - ich zumindest - einige Bands ausgelassen. Fatal Recoil, ungefähr ½ Lied gesehen. Auf CD cool, Geballer übelster Sorte live. Bleed Into One, am Auto verchillt. Copykill, ebenfalls am Auto verchillt - schade. Keine Ahnung, ob vorher noch eine Band war, aber das nächste, was dann kam war Cold Existence. Hier Bedarf es eigentlich nur einem Wort, aber am besten gleich in mehrfacher Ausführung: WUT, WUT, WUT. Wütend, angepisst, hart. Ich hab’s hart gefeiert: „I hate this fucking world / everything makes me sick / I never asked for this live / born into a world of shit […]“.Wahnsinn, was für eine Aggression plötzlich im Pit zuspüren war. Achtung beschissenes Wortspiel: „Fueled by hate - every fucking day“ hab ich es dann auch noch mal geschafft aus meinem Körper etwas Energie freizusetzen, aber danach war erstmal Endstand. Zu Dumm nur, dass gleich im Anschluss Bitter End kamen (eventuell verwechsel' ich da jetzt auch die Reihenfolge der beiden) und mich wieder komplett mitgerissen haben. Fand die Band einfach nur Über! Mächtig, ist glaube ich das richtige Wort dafür. Feier', die Musik ja auf CD schon aber live kracht es ja noch mal viel mehr: die absolut genial eingesetzten Tempowechsel mit Parts, die einem förmlich überrollen; die unglaubliche zweite Stimme dazu noch die melodischen Parts; was ein Brocken. Erzeugen eine unglaublich Stimmung. Hammer. Danach war ich quasi Tod. Fertiger geht glaube ich kaum noch. Dadurch dann den weißen Entschluss gefasst, die letzten (falls überhaupt noch) vorhandenen Kräfte für SFAR aufzusparen und mir die noch kommenden (wohlgemerkt auch alles gute) Bands nur anzusehen. An der Stelle hab’ ich etwas den Überblick verloren, was dann wann wie wo kam. Ich denke Embraced By Hatred sollten als nächstes dran gewesen sein. Sah gut aus, auch von hinten. Und gab wahrscheinlich ordentlich aus die Fresse, hahaha. Da fällt mir an der Stelle noch ein, das ich die Hamburg Dudes von For My Enemy vergessen habe, haben glaube ich direkt als Zweites gespielt. Ungefähr die Hälfte gesehen und trotzdessen, dass ich ne CD habe keinen einzigen Song erkannt, man hab’ ich die anscheinend intensiv gehört… Wie auch immer, ich muss sagen, dass was ich live gehört habe besser klang als die gesamte CD. Stimme und eigentlich die ganze Musik kommt eindeutig live um Einiges besser. War trotz meiner Lethargie irgendwie ganz gut.
Zurück zu EBH oder besser, was danach los war: Dooogggy Hooooood$ Was da abging, ey. Hammerauftritt, da hat selbst nur von hinten zusehen Spaß gemacht - und ich hatte sogar kurz drüber nachgedacht mir die zu klemmen. Gut, dass ich es mir anders überlegt habe. Hab’ mir zwar mal die CD gekauft, jedoch nie groß abgefeiert. Was die allerdings live abgeliefert haben war ganz, ganz groß. Pure Party und Spielfreude, die einfach nur animiert. Dazu dann noch die Typen auf der Bühne; in Polizeiuniformen, mit bekloppten Sprüchen, wo man wegen dem beschissenen Englisch, eigentlich kein Wort versteht und „Doooiitschllllaaand, Doooiitschllland“ Sprechchören. Irre. Musst du einfach lieben. Kurz zusammengefasst: Komikerjapaner machen Party auf der Bühne zu total kranker megastumpf Musik, die sie spielen und davor haut sich die ganze Halle die Rübe ein. Was ein Bild, ey! Richtig cool! Voll abgeräumt.
Auch cool anzusehen waren die Cro Mags. Haben, wenn ich es recht bedenke sogar noch vor Doggy Hood$ gespielt. Nur die Ansagen, die das Festival etwas in Dreck gezogen haben, hätte man sich schon schenken können. Die Kohle haben sie sicherlich gerne mitgenommen.
Von Special Move hätte ich mir mehr erwartet, muss allerdings gestehen, dass ich sie allerdings auch nur mit halben Auge verfolgt habe. Außerdem war ich zu dem Zeitpunkt wohl auf dem Tiefpunkt meiner Motivation angelangt. Viel größer wurde die bei In Blood We Trust dann leider auch nicht mehr. Irgendwo vom Rand aus angesehen. Kam sicherlich gut rüber, aber war mir zu dem Zeitpunkt fast egal. Mehr als nen sporadisches Kopfnicken war leider nicht drin. Schade, war gut voll in der Location und ging auch gut ab.
Etwas leerer wurde es dann bei No Turning Back – zumindest hat es sich so angefühlt. Eventuell lag es auch an meinem Zustand, aber ich muss leider dazu sagen, dass ich die schon mal besser gesehen habe. War schon OK, in schlecht gibt es die ja sowieso nicht, aber für so ein richtiges NTB-Ambiente war meiner Meinung nach der Raum einfach zu groß. Wie schon bei so vielen anderen Bands vorher nur ungefähr 3-4 Songs angeschaut, um auch wirklich alle Reserven für das kommende Highlight aufzuheben.
Und dann war es soweit, die Band, die ich wohl nach Madball am meisten feiere stand auf der Bühne und ich durfte sie endlich live erleben: Strength For A Reason. Leider war zu dem Zeitpunkt der Akku schon so extremst leer, das ich nur für gefühlte 10 Minuten voller Motivation war. Danach ging es einfach nicht mehr klar. Also an die Seite stellen und nur noch zugesehen. Ich bereue es jetzt schon/noch, nicht das ganze Set durchgehalten zu haben. Fuck! SFAR sind so eine gute Band! 100% Real. 100% Hardcore, genau wie er klingen muss. Live genauso gut wie auf CD. Wer was anderes behauptet, kann sich verpissen. Trotz mangelnder Energie meinerseits: Bombenshow. Hoffentlich irgendwann mal wieder, aber mit mehr Power.
Danach war die Motivation total aufgebraucht, aber wenn man schon mal die (wahrscheinlich once in a liftime) Chance hat Legenden zu sehen, dann wird sie auch genutzt. An Next Step Up führte also kein Weg vorbei. Gute Band, aber kaum einer - zwar immerhin mehr als bei Slaphsot am Tag zuvor - schien sich dafür zu interessieren. Warum? Keine Ahnung! Wie gut doch Songs wie z.B. „Nishinga“ oder „Bring Back The Glory“ sind. Wahrscheinlich ging es allen wie mir und sie waren zu fertig. Aber wenigstens ansehen sollte man sich diese Band schon. Nach „Bring Back The Glory“ hab ich Pussy es allerdings zugegebenermaßen auch nicht mehr durchgehalten, meine Beine waren einfach zu fertig zum stehen. Mit der Gewissheit noch einen sich endlos ziehenden Fußmarsch vor mir zu haben dann zu Holzi ins Auto verpisst und anschließend in Richtung Pension aufgebrochen. Auf dem Weg (zum Glück im ersten Drittel) noch bemerkt, dass wir den Schlüssel für die Bude im Auto liegen lassen haben und nochmals zurück gelaufen. Am Ende unserer Kräfte dann irgendwann im 60er Museum angekommen und mit der Vorrausicht am nächsten Tag früh aufstehen zu müssen sofort ab ins Bett – ich zumindest. Holzi hat es sich mit der (Achtung: Interpretationsspielraum!) Einschlafhilfe noch ein bisschen besorgt und ist dann auch irgendwann pennen gegangen.
Am nächsten dann durch unmenschliches Schnarchen vom anderen Stern sogar ca. eine Stunde vor der angepeilten Aufstehzeit um ungefähr 6 geweckt wurden, Danke Holzi! Aber, wir sind ja Quit, da ich dich mit ebenso unmenschlichen Schnarchen anscheinend am Einschlafen gehindert habe. Im Nachhinein müsste ich dir eigentlich dafür danken, denn wie ich später festgestellt habe, war mein Wecker (den ich anscheinend in größter Verballertheit gestellt habe) eine Stunde zu spät eingestellt. Also eigentlich Danke fürs Schnarchen, hahaha. Und ein gleich ein zweites Mal bedanken musste ich mich im Anschluss. Denn auf dem Weg raus, war ich im Flur gefangen, da leider die Haustür abgeschlossen war und ich somit nicht auf die Strasse kam. Zurück in die Bude? Auch keine Chance, da sich leider keine Klinke an der Tür befand. Kurz Panik geschoben, überlegt durchs Fenster zu gehen oder den Opa aus dem Bett zu klingeln, dann aber alles verworfen, weil ich mir sicher war, dass er 1. sowieso nicht hört und 2. mich in seiner Paranoia danach noch um Geld erleichtern will, wenn er auf seinem Überwachungsband sieht, wie ich seine Hütte durch Fenster verlasse und das dann jedem einladend offen steht. Also Holzi angerufen. Erster Versuch: Ewiges Klingeln, dann Mailbox. Fuck!!! Zweiter Versuch: Ewiges Klingeln, aber er geht ran. Tight! Und ist gar nicht mal so pissig. Win! Also kurz Situation geschildert, rausgelassen wurden, verabschiedet und schon sah ich mich wie einen Zombie durch Essen in Richtung Hauptbahnhof stapfen. Einen 30Minuten Fußweg, einer Debrecinzner-Laugenstange (love this shit), 30 Minuten ICE-Fahrt, einmal Umsteigen, einem Carazza und einer Waffel, ca. 4Stunden IC-Fahrt und noch mal 20 Minuten Fußweg später dann endlich zu Hause angekommen. DONE! Zu erwähnen ist vielleicht noch, dass ich ganz schön fertig und abgebumst, vor allem aber anscheinend stinkend war. Der Opa, der im Zug neben mir sitzen musste hat sich jedenfalls – wo sein „Übergang-Sitznachbar“ (got it?) auf Toilette war - für die kurze Zeit auf dessen Platz gesetzt. Vermutlich um von mir und meinem edlen, männlichen Geruch wegzukommen.

Soviel also zum Weekend Filled With Hate – as detailed as it gets, Akte geschlossen.

Noch ein Anmerkung zum Schluss: Bandreihenfolgen könnten bei der Fülle an Bands und meiner Verballertheit vertauscht wurden sein. Alles so aufgeschrieben, wie ich mir einbilde, das es war. Ach, warum rechtfertige ich mich hier eigentlich? Scheiss drauf! Les' es oder lass es. Fuck You!

Dienstag, August 10, 2010

A Weekend Filled With Hate, The Long Version Part I

So, das wird nun die längere Version des Posts, den ich schon vorher rausgeschissen habe. Zur Zeit bin ich anscheinend ein wenig faul und kann mich nicht richtig überwinden solche lange Erlebnisberichte im Diary-Style zu schreiben, also gab es in letzter Zeit immer nur die kurze Version. Aber jetzt sitze ich hier mit einem fast fertigen Projekt und habe immer wieder Auszeiten, bis mir jemand, der testet, einen Fehler meldet, fehlende Fachvorgaben bei mir eintrudeln oder meinen Datenabzüge durch sind. Lasst mich noch zufügen, dass der offizielle Testbeginn für Anfang April im kommenden Jahr geplant ist, andere Projekte sind auch bis "nach dem Sommerloch" aufgeschoben sind und ich auf die Gutmütigkeit, der ohnehin schon bis zum Hals in Arbeit steckenden Tester, schon vorher etwas zu tun angewiesen bin. Somit kannst du dir vielleicht ungefähr vorstellen wie viel Zeit und Motivation ich habe jetzt doch etwas detailiertere Erfahrungsberichte abzugeben (jede beschäftigte Minute = eine gute Minute). Oder lass mich es doch noch anders formulieren: Ich werde einfach jedes verschissene Detail aufschreiben an, dass ich mich erinnern kann, mal sehen wie lange du das Lesen durchhältst.
Weil es noch ein ziemlich frisches Thema ist und sich gerade anbietet wird - wie schon erwähnt - die erste "Geschichte" im Diary-Style nach langer Pause die ausführliche Story vom letzten Wochenende werden. Ich denke aber mal stark, dass da noch mehr kommen werden (Ägyptenurlaub's up next, I guess). Aber jetzt: A weekend filled with hate, let's go:

Beginnen wir mal wie im Märchen. Nach einer erholsamen aber zu kurzen Nacht in das FWH-Wochenende mit einem ausgedehnten Frühstück mit der Besten im Bett gestartet. Pro Schoko Muffins! Dann gegen 9:00 durch strömenden Regen in Richtung Bahnhof gelaufen, beim Bäcker noch mit Essen versorgt und nach "The green aid for lonely train travellin'" ging's ab nach Essen. Ungefähr 4 Stunden und einige Bier und Toilettengänge später: Essen Hauptbahnhof. My man Holzi wartet bereits. Raus ausm Zug, Essen kaufen und ab in die gebuchte Pension. Nach relativ kurzer Fahrt dort angekommen, erste Impressionen von Außen: Nicht schlecht, aber Videoüberwacht?! Wasn hier los? OK, lass' ma' checken, wie es denn drin aussieht. Geklingelt. Keine Reaktion. Noch mal geklingelt, immer noch nichts. Versucht beim Eigentümer anzurufen. Gehört wie drin das Telefon ging. Keiner geht ran. Schon leicht panisch bei allen anderen geklingelt, die sonst noch so Klingeln an diesem Eingang haben. Immer noch nichts. Kurz Zeit genommen um nen Plan aufzustellen und zu überlegen, was da schiefgelaufen ist, doch plötzlich geht die Wechselsprechanlage: "Hallo". Wir leider zu langsam um rechtzeitig zu antworten, also noch mal fix klingeln. Endlich, oh Erlösung, der Türsummer geht und wir treten ein und werden von einem mindestens 70 Jährigen (eher gefühlte 100) empfangen. Der geborene Vielredner ist er nicht gerade und so müssen wir ihm jedes Wort zum Ablauf aus der Nase ziehen, bis wir bezahlt und den Schlüssel haben.
Eindruck von Innen: Welcome in 1960. Sowohl optisch als auch im Geruch scheint die Zeit dort stehen geblieben zu sein. Holzi wirft Retro ein, was wie ich finde schon sehr gut passt. Im Interieur ist die Bude echt mal mega retro, "Deutsche Märsche - Platten" inklusive. Andererseits: Beschweren kann man sich für den Preis nicht, zu mal wir sogar 'ne Mikrowelle und 'ne Terrasse mit Gartenanschluss (wohl gemerkt auch Videoüberwacht) haben. Mal abgesehen davon sind wir ja nur ein paar Minuten zum Schlafen dort.
Sachen auspacken und ab war der nächste Plan, der auch innerhalb von ca. 10min erledigt war. Pünktlich am JZE angekommen mussten wir sogar noch etwas warten um reinzukommen. Erster Eindruck: Kleiner als im letzten Jahr. Die Bühne war weiter in den Raum gezogen, was das Pitloch verkleinerte. Eigentlich gut so. Anscheinend waren wir wohl sehr früh dran, da fast noch kein gar keine CD-Distros und Merch aufgebaut waren. Also, kleine Bier und X Pause. Dann endlich die erste Band: City To City. Nice one. Ich feier' die, schon die EP geht richtig gut rein und wenn eine Band "Falling down" von einem meiner "Alltime Favs" Zero Mentality covert kann sie nichts verkehrt machen. Nächster Auftritt Confronto. Normalerweise eine Band, wo für mich die klare Pflicht zum Anschauen besteht, aber mit der Kenntnis von dem, was noch kommt, klar durch die Auslese gefallen, um sich die Kräfte einzuteilen. Also zurück zum Auto, Bier auf und Chillmodus für ungefähr die nächste halbe Stunde an.
Nächster Anschautermin: For The Glory. Bis auf ein paar Mp3s, die ich vor Jahren gefeiert habe, hab ich die Band nie wieder wahrgenommen. Also warum nicht mal ne Chance geben? Mit absolut Null Erwartung rangegangen und komplett weggehauen wurden. Einfach nur geil, die Band. NYHC, der mich einfach nur zur Bewegung animiert, einfach nur gasgeben. Hammer! Jetzt bin ich mit der Reihenfolge im Kopf schon raus (oder war ich es sogar schon vorher?). Holzi verbessere mich, wenn ich falsch liege, aber danach haben Fallbrawl gespielt, richtig? Ja, die kennst du! Dann weißt du, was du zu erwarten hast! Richtig: Beaaaaatdooooown. Zum ersten Mal gesehen und es war ne gute Show in meinen Augen mit einem alles vernichteten "Bring the violence back"-Intro und "All will suffer"-Cover, der allmighty Shattered Realm als Krönung. Kopf aus, Hassbrille auf und ab! Gut! Befreiend!
Die nächsten zwei Band danach müssten dann Cold Hard Truth und Nasty gewesen sein. Die beiden Band in der Gegend und du weißt was du bekommst: Härte! Fliegende Füße und Arme überall und Leute, die einfach nur die Scheiße aus den anderen raustreten -und schlagen. Pur und Aggressiv! Cold Hard Truth Sänger, zum fürchten! Abgeräumt. Und Nasty tötet dann alles, was noch lebt! Hahaha... Sehr hart, i like! Und btw, der Nasty-Sänger bekommt sinnvollere Sachen aus dem Mund als so manche dieser Weltverbesserer-HC-Typen. Da kann sich so mancher der Typen, der die Band als "Dumme Prollos machen Musik für Ungebildete" da stehen lassen will mal 'ne Scheibe von abschneiden, aber das ist nen anderes Thema.
Nach der ca. einstündigen Schlacht im Pit dann The Platoon. Eine der beiden Bands, auf die ich mich am meisten gefreut habe. In meinen Augen Deutschlands Nummer Eins momentan, wenn nicht sogar in Europa, total unterschätzt! Und genau wie eben im vorherigen Satz angekündigt war die Show. Jeder Song einfach nur ein Schlag ins Gesicht, der dich dazu bewegt alles rauslassen zu wollen. Aller Hass, alle Frustration, alle Probleme; alles rauslassen; alles ausblenden; Kopf mal total ausschalten. Gehirn aus und einfach zu dem Sound bewegen, Druck ablassen, jede Zeile, die du kennst mitschreien. Nirgendwo so intensiv, wie bei The Platoon. Einfach nur treiben lassen. Das Ambiente, welches durch deren Musik geschaffen wird ist für mich die Verkörperung von Hass. Hart und Angepisst! Besonders die Stimme, bringt dich dazu einfach nur Jedem wehtun zu wollen. I love this Band.
Show vorüber, alle Aggressionen fürs erste abgebaut und auch total energielos, dann First Blood nur von hinten angesehen. Gute Show, sehr tight anzusehen und voller Energie, nicht wie ich. Holzi hatte sicherlich seinen Spaß.
Von Settle The Score danach nur den letzten Teil gesehen, da wir einen riesen Hangout im Auto hatten, um unsere getrashten Körper etwas zu erholen. Man waren wir fertig. Beide einfach nur still, selbst zum sprechen fehlte die Kraft. Mit der Erholung hat es dann dementsprechend auch nicht ganz so gut funktioniert, also dann von nach 2 oder 3 Liedern von Slapshot den Rückweg zur Pension angetreten. Der Weg zurück war schon eine kleine Tortur. Echt jeder Schritt schmerzte, wegen unserer ausgelaugten körperlichen Verfassung. Zusätzlich hatte wir auch noch 'ne Menge Bier und anderes Zeug für unsere Afterparty dabei, was ne tolle Idee. Zusätzlich dazu waren wir in einer Stadt, die wir nicht kennen und gingen dementsprechend durch Straßen, die wir nie zuvor gesehen hatten. Es war schon eine Art Kampf in unserem angetrunkenen Zustand uns durch Essen zu manövrieren und die Bude zu erreichen. Haha, hatte ich auch schon erwähnt, dass wir am Ende unserer körperlich Kräfte waren?
"Afterparty" hatte ich das zuvor erwähnt? Ja, ne! Mit großen Plänen und 'nem ziemlich großen Vorrat Alkohol an der Location losgelaufen. Aber als wir ankamen, war ich so fertig, das außer ner Kleinigkeit essen, grüner Schlafhilfe und nem Bier nichts mehr ging. Zu viel für meine Körper, ab ins Bett. Akku aufladen.

Und morgen gibt es PartII

Montag, August 09, 2010

Ich werd' zu alt dafür

...zwei Tage Festival halt' ich nicht mehr durch! Freitag = Voll Power, Samstag = voll durch!

Trotzdem: Filled With Hate - Fest, wie auch im letzten Jahr top! Highlights:
  • The Platoon - Beste Band in Deutschland. Punkt!
  • For The Glory - Überraschend gut!
  • Cold Existence - Wütend, sehr wütend!
  • Bitter End - Mächtig!!!
  • und natürlich Strength For A Reason (auch wenn da dann der Akku nur für ca.10 min gereicht hat) - keine Worte notwendig!!!!!!
Alles andere eigentlich auch gut...

EDIT: Und als ich das dazu gelesen habe, musste ich laut lachen:
Hattet ihr auch so Situationen, die euch absolut surreal vorkamen? Japanische Bands mit absoluter Sickomucke auf der Bühne, die abgefeiert werden, man jedoch kein Wort versteht, ein weißer Hund der gelangweilt durch den Raum mosht, ein 1,50 m großer behinderter der durch den Raum mosht.... Vor der Tür dieser Guiseppe, der immer da ist und von seiner Stieftochter der Sexgöttin erzählt ...


Stimmt aber auch einfach alles (mal abgesehen davon, dass der Typ sicherlich nicht behindert ist). Hahaha... (via)

Donnerstag, August 05, 2010

Saufen! Oi!

Nehmt euch alle für den 17.09.2010 nichts vor, der Christoph und ich haben ein "Brüheim-Klassentreffen" geplant!

Warum?
  • Weil es mal wieder sein muss mit den Homies zu chillen! Eben um es mal wieder auf die Kette zu bekommen mit euch allen (wirklich allen!!!!) was zu machen...

Was wir machen?
  • Keine Ahnung, aber auf jeden Fall saufen! Grillen wär' auch noch nice. Macht mal Vorschläge.
Wo?
  • Auch noch nicht klar! PP, letztes Mal bei euch im Garten??? Geht das klar?
Wer?
  • JEDER!!! Wirklich jeder!!! Sagt allen bescheid!

Also Class of 200x: jeder kommt! Ausreden gibt es nicht! Termin ist so gelegt, dass jeder Planen kann und alles andere für den Tag absagt!
Vorschläge für Locations und Programm willkommen! Discuss, go!

PS:
http://events.myspace.com/External/MyspaceMessage/Event/View/6523808

Wer auch immer 'nen Account hat kann auf Studi-Dinges, Facebook, etc. ja auch so nen Ding erstellen und noch Leute einladen! Den Käpt'n, Heck, Nino, Kelle, usw.
Go, Go, Go.

Sonntag, August 01, 2010

Affen

...machen scheinbar vor nichts halt:





Besessenste Tier, ever!